der Gemeindekirchenrat
des Kirchspiels und Ihr Pfarrer Neumann grüßen Sie herzlich mit der Jahreslosung des Jahres 2011:
Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12, 21
Kirche Lostau
Die Kirche zu Lostau
Wie in vielen Orten unserer Region ist auch diese Kirche das älteste Gebäude im Ort. Jahrhunderte lang war sie und das damalige Pfarrhaus der Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Die Kirche war in kriegerischen Zeiten Schutz- und Zufluchtsort. Sie können sich vorstellen, dass die Menschen damals den Psalm 46 ganz wörtlich verstanden haben:
„Herr, sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest. Du bist meine Zuflucht für und für."
Heute ist die Kirche das ganze Jahr über Ort des Gottesdienstes und des Gebetes für die evangelische Gemeinde- Im Sommer lädt die Kirche zum Verweilen ein, während des Tages Hitze und Last drücken. Im Winter ist hier auch gut Gottesdienst zu halten, weil dann eine Heizung für angenehme Raumtemperatur sorgt.
Das Kirchengebäude wurde zwischen 1150 und 1200 aus Bruchsteinen errichtet (Gommerner Quarzit). Den Baustil der damaligen Zeit nennen wir heute „Romanik". Chorraum, Kirchenschiff und Turm stehen In einer nicht ganz exakt verlaufenden Mittellinie. Der runde Bogen Ist das bezeichnendste Merkmal dieser Architektur. Er vermittelt: Der Himmel ist wie ein Bogen über uns gespannt. Beständigkeit, Ruhe und Gelassenheit spüren wir, wenn wir uns ein wenig Zeit dazu nehmen.
Der christliche Glaube und die Ewigkeit sind für die Menschen des Mittelalters unerschütterlich. Tritt der Besucher durch die Tür an der Westseite und das untere Torstübchen in das Kirchenschiff ein, geht der Blick wie von selber zum Altar an der Ostseite der Kirche. Er zeigt in den bekannten Passions- und Auferstehungsbildern, dass Christus alles für uns getan hat, damit wir Glaubenden leben können.
Der Triumphbogen unterteilt Schiff und Chorraum.
An der Nordseite sehen wir die kleinen Fenster mit den nach oben hin abschließenden Rundbögen. In den romanischen Kirchen ist es ohne elektrisches Licht und die großen im 17. Jahrhundert erweiterten Fenster gewiss recht düster gewesen. Die Innenausstattung der Kirche, so wie wir sie heute sehen (Altar, Empore und Kanzel) wurde um 1650 eingebaut, Man schmückte das Gotteshaus mit prächtigen Farben und Gemälden „Gott zur Ehre und uns zum Andenken" wie es in manchen Kirchen heißt. Gottes Heilsgeschichte sollte den Menschen immer vor Augen sein - in Worten und Bildern. Der Taufstein, jetzt vorn links, ist aus der romanischen Zeit, rund und schön mit einigen Verzierungen. Die Umschrift nennt die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie sind an der Kanzel auch In Bildern dargestellt. Die 4 Löwen am Fuß des Taufsteins legen es nahe: Diesen Stein hat Heinrich der Löwe, dem Markgrafen von Brandenburg, Albrecht dem Bären (1100-1170), geschenkt.
Kinder wurden früher gleich nach der Geburt getauft - spätestens nach 8 Tagen, damit das Kind der Macht des Bösen entrissen werde und sich des Himmels zeitlebens gewiss sein konnte. Die Kinder wurden bei der Taufe ganz untergetaucht: sommers wie winters. Man sagt, sie haben sich niemals verschluckt. Der Zahn der Jahrhunderte hat schon ein wenig an diesem alten Taufstein genagt.
Wahrend des Hochwassers im August 2002 standen ca. 20 cm Wasser In der Kirche. Es ist durch den Fußboden und das Mauerwerk eingedrungen, denn den Eingangsbereich überstieg das Hochwasser nicht. Glücklicherweise ist das Wasser aus der Kirche so wieder verschwunden, wie es gekommen war. Es ist nicht überliefert, dass bis dahin jemals ein Hochwasser das Innere der Kirche erreicht hat.
Das Pfarramt des Ev. Kirchspiels Elbaue-Lostau befindet sich in
Möserstraße 18
39291 Lostau
Pfarrer: Herr Albrecht Neumann
Telefon: | 039222-2630 |
Fax: | 039222-69750 |
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